Visual Universitätsmedizin Mainz

Studiendesign

The EMC Trial ist eine multizentrische, randomsierte und aktiv kontrollierte klinische Studie.

Im Rahmen des EMC Trials werden Patienten untersucht, die an einer erstmals aufgetretenen oder einer wiederkehrenden depressiven Episode nach den Kriterien des DSM-IV leiden und sich deshalb in stationärer psychiatrischer Behandlung in einem der beteiligten Klinischen Studienzentren befinden.

Im Studiendesign ist folgender Ablauf vorgesehen: Zunächst erhalten alle Patienten eine antidepressive Behandlung mittels Escitalopram (Cipralex®). Bei unzureichender Besserung werden die Patienten nach 14 Tagen zufällig einer von zwei Behandlungsgruppen zugeordnet. In einer der Gruppen erfolgt kein Medikationswechsel (Treatment as usual; TAU), die Patienten der anderen Gruppe werden auf eine Behandlung mit Venlafaxin (Trevilor® retard) umgestellt (Early medication change; EMC). Patienten dieser Gruppe, die auch nach weiteren 4 Wochen schlecht auf die Therapie ansprechen, erhalten eine Zusatzbehandlung mit Lithium. Patienten, die nach den ersten 14 Tagen bereits eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden zeigen, setzen die bisherige Therapie fort. Bleiben weitere Fortschritte nach einiger Zeit aus, wird auch für diese Patienten durch zufällige Verteilung auf eine von zwei Gruppen die weitere Therapie festgelegt. Sie werden entweder mit Escitalopram weiterbehandelt (TAU) oder auf Venlafaxin (evtl. später mit Lithium-Zusaztherapie) umgestellt (EMC).

In der Anfangsphase der Studie werden die Patienten in unserem Hause stationär behandelt. Die Therapiefortschritte und die Verträglichkeit der Medikation werden bei allen Patienten in wöchentlichen Abständen durch ein multiprofessionelles Behandlungsteam untersucht. Die Gesamtlaufzeit der Studie beträgt 8 Wochen.